Handels- und Gewerbeverein und Ev. Kirchengemeinde machen gemeinsame Sache

© Evang Kirchengemeinde Rudersberg

Wahlprüfsteine in Rudersberg

-       In einer munteren Talkrunde konnten sich am vergangenen Mittwochabend die Bundestagskandidaten für den Wahlkreis Waiblingen rund 100 Zuhören vorstellen. Neben Themen wie Friedens- und Sicherheitspolitik, Innere Sicherheit, Integration von Flüchtlingen ging es auch um Arbeitsmarkt- und Steuerfragen.

Hartmut Hühnerbein, Theologe und Pädagoge und Vorsitzender der Stiftung für Christliche Wertebildung moderierte diese Veranstaltung im Auftrag des Handels- und Gewerbevereins (HGV) Rudersberg und der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Rudersberg/Schlechtbach. Vertreter diese Organisationen verständigten sich vor einigen Monaten bereits, dass sie sehr gerne zur Bundestagswahl eine gemeinsame Veranstaltung durchführen möchten und stellten den Abend unter das Motto „Wahlprüfsteine.“ Schließlich haben die Wirtschaft und die Kirchen gemeinsame Werte die es in unserer Gesellschaft zu bewahren gilt. Ein weiteres Ziel war es, etwas gegen die Tendenz zur Politikverdrossenheit zu tun und den Wählern in Rudersberg ein Podium zu bieten um mit den Kandidaten ins Gespräch zu kommen. Der originelle Fragenstil des Moderators brachte den Saal immer wieder zum lachen. Denn die Fragen waren nicht typisch sondern lauteten auch mal: „Stellen Sie sich vor Sie sitzen als Abgeordneter im Jugendradio und müssen den Zuhörern erklären wie sie zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr stehen ?“ Immer wieder musste er die Kandidaten ermahnen, wenn sie im Politikerdeutsch blieben mit den Worten: „Sie sitzen im Radio und möchten junge Leute erreichen!“ Auch die zu vermutende Frage „Welchen Stellenwert hat die Kirche in unserer Gesellschaft überraschte wohl doch den einen oder anderen Kandidaten, nachdem vereinzelt nur allgemeine Worte zu hören waren.

Im anschließenden Ständerling konnte man unterschiedliche Stimmen zur Veranstaltung hören. Ganz überwiegend wurde der Abend und die Moderation aber auch die Standhaftigkeit der Kandidaten sehr gelobt. Insbesondere wurde erwähnt, dass man tatsächlich nicht nur die Wahlprogramme der Parteien herausgehört hat, sondern auch den Menschen einschätzen konnte der da vorne steht und sich zur Wahl stellt. Neben der Stimme „meine politische Meinung hat sich bestätigt“ gab es Worte wie „ich habe viel neues gehört.“

Der 1. Vorsitzende des HGV Bernhard Hänßler-Rott und die Vertreterin der Evangelischen Gesamtkirschengemeinde Sibylle Haas bedankten sich zum Schluss bei den Kandidaten, den Publikum und dem Moderator und fassten für sich zusammen:„Wir sind gespannt welche gemeinsame Aktion wir als nächstes starten.“