Digitale Kirche - was haben wir als Kirchengemeinde Rudersberg-Schlechtbach davon?

Mit dieser Frage im Gepäck bin ich am 13.09. nach Stuttgart zum 4. Digitalisierungsforum nach Stuttgart gefahren. Zwar war dies bereits mein 3. Digitalisierungsforum, welches ich besuchte, aber in noch keinem der Foren wurden bisher die Bedürfnisse und Herausforderungen der Kirchengemeinden vor Ort so konkret aufgegriffen. Meine Erwartungen, Ok die waren schon etwas nivelliert, wurden dieses Mal mehr als erfüllt. Liebe Landeskirche, bitte gerne weiter so.

Weiter zu meinen persönlichen Eindrücken und der offizielle Bericht der Landeskirche....

Im offiziellen Bericht könnt ihr Euch selbst einen Eindruck verschaffen: https://www.elk-wue.de/12092019-digitale-kirche-was-haben-gemeinden-davon-1

Oder ihr schaut euch den Clip an: https://www.youtube.com/watch?v=LBNjZi0Ayck

Und hier meine persönliche Zusammenfassung, natürlich unter dem Hashtag #elkwuedigital

Bereits in der Andacht von Bischof July fand ich eine interessante Aussage: "Digitalisierung hinterfragt althergebrachte Ordnung und Hierarchie" und "Kirche geht in die digitale Welt. Das ist kein Marketingslogan, sondern Herausforderung für uns alle ganz persönlich"

Die Keynote von Professor Dr. Heiner Lasi war absolut sehens- und hörenswert. Anhand dem Prinzip der Gefriertruhe und ihrer Digitalisierung erklärte er sehr anschaulich, dass Digitalisierung eben sehr viel mehr als nur Automatisierung ist. Das beste Takeaway für mich als IT-ler: "Denken Sie daran: Rechnersysteme (AI) sind dement (sie vergessen konsequent irrelevantes). 

Dieses Highlight wurde gefolgt von einem sehr amtskirchlich angehauchten Vortrag, bei dem der Titel viel versprach, meine Notizen aber spätestens an der Stelle abbrachen wo es um Streichung der Formerfordernisse und die Einführung des digitalen Dienstwegs ging. Von "neu denken" und "digitaler Transformation" war das leider meilenweit entferrnt, sondern bedient den sicheren Weg der kleinen Schritte. 

In der Folge wurden einige Projekte vorgestellt, die die Landeskirche fördert: 

  • Just be creative - Ein Social Media Bootcamp um junge Christen zu Medienprofis zu entwickeln um die Message adäquat zu paltzieren. Trainieren, befähigen, stärken. Cool! Wenn ich jung wäre, wärs das!
  • www.bibelbeweger.de : Die APIS haben Videos zu den letzten Sonntagen im Kirchenjahr produziert, die in diesen Gottesdiensten eingesetzt werden können. "Vom Dunkel ins Licht". Vielleicht können wir das nutzen...?
  • jugendarbeit.online: Hier haben sich einig Werke zusammengetan und bewährte Arbeitsmaterialien für die Jugendarbeit wie den Jungscharleiter in die digitale Form überführt. Start ist 2020. Und ganz Konsequent wird die Print-Version der Arbeitshilfen eingestellt.  
  • Die KON-APP ist eine App für das Smartphone speziell für Konfirmanden. Anspruch ist ein besonderer Begleiter in der Konfizeit zu sein. Enthalten ist eine Online-Bibel, aber auch eine sichere Gruppenkommunikation, Umfragen, Bibellesepläne bis hin zur Auswahl der Konfi-Sprüche. Die diesjährigen Konfirmanden kommen noch nicht in den Genuß, aber ab 2020 steht auch diese APP zur Verfügung und kann von den Pfarrern und verantwortlichen Jugendmitarbeitern für die Konfiarbeit genutzt werden. Ich meine: Schaut euch das an!

Daneben gab es viele hilfreiche Tipps aus dem Praxisworkshop "So haben wir das gemacht" und einen Ausblick auf das digitale Gemeindemanagement, welches ab 2020 zur Verfügung stehen soll und hoffentlich die Kollaboration z.B. im Kirchengemeinderat vereinfacht. Wir dürfen gespannt sein. 

... meint Ihr/Euer Jürgen Birkholz