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Unsere Herausforderung: Ein Jugendreferent für Rudersberg

Die Rahmenbedingungen der Jugendarbeit haben sich auch in Rudersberg verändert. Bereits Kinder und Jugendliche haben viele Verpflichtungen und Termine. Konzepte der klassischen Gruppenarbeit haben zwar nach wie vor einen hohen Stellenwert, erreichen aber nur noch einen Teil der jungen Menschen und konkurrieren mit der Faszination von jederzeit und überall verfügbaren Medien.

Verbindlich jede Woche an einer Jugendgruppe teilzunehmen, ist nicht mehr selbstverständlich, selbst wenn der Jugendmitarbeiter noch so viel Engagement und Liebe in Vorbereitung und Durchführung seiner Gruppenstunde steckt. 

Was inzwischen gut angenommen wird, sind auf Zeit angelegte Projekte, wie wir das ja auch bei der Kinder-Mutmach-Woche erleben. Immer wieder kreativ neue Projekte auf die Füße zu stellen und nebenher noch Mitarbeiter zu finden und anzuleiten, übersteigt allerdings die Möglichkeiten unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter. Sie brauchen hierfür professionelle Unterstützung.

Daher hat der Gesamtkirchengemeinderat zusammen mit dem Leitungskreis der Evang. Jugend beschlossen, zum Sommer 2018 die Anstellung eines Jugendreferenten zu 50% anzustreben.

Aus einem in diesem Zusammenhang kürzlich geführten Informationsgespräch mit zwei in anderen Orten im Bezirk tätigen Jugendreferenten haben wir insbesondere diese Message mitgenommen: Wer heute in Jugendarbeit investieren möchte, muss insbesondere in eines investieren: in Zeit für Jugendliche und Mitarbeiter und damit in Beziehungen und Projekte.

Nun steht also der Plan, einen hauptamtlichen Mitarbeiter für die Jugendarbeit bei uns anzustellen. Diese Anstellung ist auf Basis der uns zugewiesenen Kirchensteuermittel nicht möglich. Um diese 50%-Stelle zu finanzieren, gründen wir als Kirchengemeinde einen Förderverein. Alle, die unser Anliegen unterstützen wollen, können diesem Verein angehören.

20 Gründungsmitglieder haben am Sonntag, 21.01.2018, mit ihrer Mitgliedschaft den Grundstein für den Förderverein gelegt. Nach einer kurzen Vorstellung des Konstrukts „Verein unter dem Dach der Kirche“ ging es auch schon zur Wahl des Vorstands. Erfreulicherweise konnten alle möglichen Sitze im Vorstand direkt vergeben werden. Zu wählen waren vier Vorstandsmitglieder.

Gewählt wurden: Dorothee Ruoff, Hartmut Englert, Christiane Steinert und Jonathan Steinert.
Hinzu kommt ein Vorstandsmitglied, welches durch den Kirchengemeinderat gewählt wird (Jürgen Birkholz) und die Kirchenpflegerin (Susanne Tritscher).

Es ist ein positives Signal, dass der Verein vom Start weg mit einem vollständigen, handlungsfähigen Vorstand ausgestattet ist.